Titel: Show Me How (Thatch #03)
Autorin: Molly McAdams
Bewertung: 3/5
Danke an NetGalley und HarperCollins Germany für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches vorab der Veröffentlichung.
»Und sie lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage.« An solche albernen Liebesmärchen glaubt Charlie nicht mehr, seit sie ihren Seelenverwandten verloren hat. Nie wieder wird sie etwas für einen anderen empfinden können, davon ist Charlie überzeugt. Bis sie in ihrem Tagebuch, das sie versehentlich im Restaurant hat liegen lassen, auf eine Nachricht von einem unbekannten Verfasser stößt. Zwischen ihr und dem Schreiber entsteht eine tiefe Vertrautheit, ein emotionaler Gedankenaustausch beginnt. Aber wer ist der Mann, mit dem sie ihre verborgensten Gefühle teilt? Und warum fühlt es sich so an, als würde sie ihn schon ewig kennen?
Mein fünfter Roman, den ich von Molly McAdams lese und jedes Mal bin ich hin- und hergerissen. Ihre ersten Werke fand ich grauenvoll. Nicht von ihrer Art des Schreibens her, sondern von den Schicksalsschlägen der Charaktere her. Sie ließ sie hüpfen und tanzen und das in Richtungen, in die ich es absolut nicht wollte. Dann kam To the Stars und ich konnte mich kaum noch von dem Buch lösen, denn es war absolut spannend und fesselnd. Auch jenes Buch beinhaltete sehr viel Drama und Schmerz, denn wenn die Autorin für eins bekannt ist, dann für die Qualen, die sie einen durchleiden lässt. Und so war es auch bei Show Me How. Nur gefühlte zehnmal schlimmer diesmal (abgesehen von Taking Chances, aber das ist eine Geschichte für sich...). Es war mir viel zu viel. Die Charaktere in diesem Buch sind ungefähr zwanzig Seiten glücklich. Den Rest über leiden sie, weinen sie, haben sie Schmerzen oder sie plagen sich mit Gewissensbissen. Das gefiel mir absolut nicht, aber das ist auch etwas, das vielleicht nicht jedem Leser direkt auffällt.
Und eben weil die Charaktere immer nur durch die Hölle gehen und das Happy End für sie nicht wirklich absehbar ist, ist Show Me How so ein schweres Buch, das man nicht eben einfach so wegliest und zur Seite legt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich es tatsächlich ernsthaft zur Hand nehm und über eine Stunde hinweg darin gelesen habe. Davor habe ich es Kapitel für Kapitel immer wieder aufgeschoben. Klar, wenn man einmal drin ist, fällt es einem leichter, aber das macht die Geschichte trotzdem nicht fröhlicher.
Aber Gott sei Dank ist Molly McAdams eine von den kreativen Autorinnen, deren Bücher eigentlich nie langweilig sind und man sie deshalb unbedingt weiterlesen möchte. Diesmal ging es beispielweise um das Schreiben von Gedichten bzw. Liedern. Und die Art und Weise wie beide Charaktere, Charlie und Deacon, überhaupt zueinander fanden, war unglaublich toll. Auch wenn ich mir das Szenario in der realen Welt nicht vorstellen kann, schon gar nicht in einer kleinen Stadt, wie Thatch beschrieben ist.
Knackpunkt: Alleinerziehende Mutter. Möglicherweise habe ich To the Stars nicht so aufmerksam gelesen, wie ich dachte, denn zunächst war ich vollkommen überfordert mit Charlies Lebenssituation. Oder sie kommt in Letting Go vor, was Teil eins der Thatch-Reihe ist, und dieses habe ich nicht gelesen. Zumindest sind alleinerziehende Eltern in Büchern für mich immer ein Thema, mit dem ich des Öfteren meine Schwierigkeiten habe. Ich könnte nicht einmal erklären wieso, aber ich schätze, es ist wie mit den Vorlieben für ein Genre und ein bestimmtes Thema. Es fesselt mich eigentlich nicht so. Doch auch ich muss gestehen, dass Charlies Sohn ein wirklich putziger Junge ist und Molly McAdams ihn sehr niedlich beschrieben hat. Alleine die Art und Weise wie Deacon mit ihm umgeht... Da geht einem das Herz auf.
Ich denke, Überzeugungsarbeit leisten ist nicht unbedingt eine meiner Stärken, aber die Kreativität der Autorin trägt dazu bei, dass Show Me How nicht das letzte Werk von ihr gewesen sein wird, das ich lese.
Titel: Save Us (Maxton Hall #03)
Autorin: Mona Kasten
Bewertung: 3/5
Danke an NetGalley und LYX für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches.
Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.
Ruby und James dachten, dass sie alle Hindernisse überwunden hätten. Doch James‘ Verpflichtungen gegenüber seiner Familie drohen ihr Glück schon bald aufs Neue zu zerstören. Sind die Welten, in denen sie leben, doch zu verschieden?
Das große Finale von Ruby und James. Und ganz vielen weiteren Charakteren, denn Mona Kasten gibt allen namenhaften Personen ihrer Triologie eine Stimme. Wir befinden uns in den Köpfen aller, was mich meist sehr unglücklich stimmt und verwirrt, für Save Us aber genau das richtige Instrument war, den Leser zu fesseln. Denn ehrlich gesagt tat es die Storyline nicht. Der erste Band - Save Me - war unglaublich fantastisch. Der Zweite ließ dann doch sehr nach und im dritten Band erkenne ich u.a. James überhaupt nicht wieder. Was vielleicht an mir liegt, denn schließlich sollen die Charakteren einen Wandel durchleben. Aber für mich war er einfach nicht stimmig, nicht wirklich glaubwürdig.
An sich wäre die Geschichte nach der Hälfte des dritten Bandes auserzählt (wenn nicht sogar nach dem ersten Teil der Triologie, aber gut...), denn die restlichen 150 Seiten über, geht es lediglich um Schikanen, die James' und Lydias Vater versucht durchzuziehen. Ansonsten ist für alle anderen Charaktere eigentlich alles klar. Sicher, es gibt ein Gefühlschaos hier und da, unbedachte Äußerungen und versehentliche Missverständnisse, aber nichts Weltbewegendes. Für die Geschichte an sich absolut nicht von Relevanz. Jedoch möchte ich das, auch wenn es vielleicht anders herüberkommt, gar nicht stark kritisieren, denn beim Lesen bereitet es einem dennoch eine Freude. Ich schlüpfte gerne in Embers Kopf und genoss es, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Dasselbe gilt für die anderen Charaktere, die Mona Kasten für die Maxton Hall Triologie erfunden hat. Leider sind diese Nebengeschichten - wahrscheinlich beabsichtigt - nicht ganz so stark in ihrer Ausführung, sondern eher simpel gestaltet.
Als die Vorankündigung für Mona Kastens nächsten Roman - Hope Again - die Runde machte, dachte ich nur: "Eine Student-Teacher-Romance? Darum geht es doch auch bei ihrer jetztigen Reihe." Aber während des Lesens konnte ich verstehen, wieso ihr nächster Roman etwas neues wird - schließlich erfahren wir kaum etwas über Lydia und Graham Vorgeschichte, immer nur in Teilen. Deshalb wird es sicherlich ganz interessant, einen weiteren Roman, der diese Art von Liebesgeschichte aufgreift, zu lesen. Aber das nur am Rande.
Spannend gestaltet sich Save Us leider nicht, doch für Fans wird es sicherlich schön sein, an die Maxton Hall zurückzukehren. Für mich war es das auch, aber leider war es eben nur nett und nicht mehr.
Titel: The House Mate (Roommates #03)
Autorin: Kendall Ryan
Bewertung: 3/5
Danke an NetGalley und LYX für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches vorab der Veröffentlichung.
Sexy Väter sind die neuen Bad Boys: Max Alexander ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. In der Liebe aber hat er kein Glück. Und überhaupt gibt es nur eine "Frau" in seinem Leben: Seine kleine Tochter. Sie ist die Einzige, für die er alle Geduld und Fürsorge der Welt aufbringt. Doch die neue Nanny wird immer mehr zu einer Ablenkung, für die er eigentlich keine Zeit hat ...
Okay, ja. Es ist schon ziemlich auffällig, dass, je länger eine Reihe von Kendall Ryan wird, die Qualität der Bücher auch zunehmend schlechter wird. Sicherlich klingt das jetzt wieder vollkommen gemein von mir, aber so schlimm, wie ich mich möglicherweise ausdrücke, empfinde ich ihre Bücher nicht. Sonst würde ich wohl kaum noch zu ihnen greifen. Kendall Ryans Ideen interessieren mich trotzdem und bei jeder Neuerscheinung bin ich Feuer und Flamme, mir jene anzuschaffen. Vielleicht ist die Situation in meinem Kopf auch bereits so festgefahren, dass ich den späteren Teilen ihrer Reihen keine wirkliche Chance mehr gebe.
Bei The House Mate habe ich mich anfänglich allerdings sehr schwer getan. Max wird zu Beginn wie der typische Macho beschrieben und nur weil seine Ex-Freundin plötzlich mit einem Kind bei ihm auftaucht, wendet sich das Blatt um hunterachtzig Grad. Das sollte es auch, keine Frage, aber vielleicht nicht allzu plötzlich und ein wenig ausgetüftelter. Es dauert tatsächlich eine ganze Weile, bis Max und Addison sich zum ersten Mal begegnen. Ungewohnt im Vergleich der vorherigen Roommates-Bände. Und dann hatte ich das Gefühl, als würde alles so wahnsinnig langsam gehen. Logisch, dass nicht eins zum anderen führen kann, wenn man sich Max' Situation anschaut, aber auch das ist für Bücher von Kendall Ryan sehr ungewöhnlich. Normalerweise ziehen sich ihre Charaktere an wie Magneten und daran ist dann nicht mehr viel zu rütteln.
Vielleicht lag es auch an Max' Tochter? Ich tue mich sehr schwer mit Elternteilen in Büchern, obwohl das Schema 'heißer, alleinerziehender Vater' wieder im Trend zu sein scheint. Meins ist es auf jeden Fall eher weniger, und dafür fand ich The House Mate noch ziemlich gut.
Positive Merkmale sind selbstverständlich wieder ihre witzen Dialoge und Max und Addison als Paar an sich. Auch wenn Kendall Ryan etliche Werke in einem einzigen Jahr publiziert, ihre Geschichten wirken immer originell. Das muss man auch erstmal schaffen, denke ich. Wie sie es dabei schafft, alle ihre Gedanken geordnet zu halten, keine Ahnung. Aber ich werde definitiv auch zu ihrem nächsten Buch greifen und mich freuen, in eine von ihr erschaffene Welt abzutauchen.
Titel: In den Armen des Piraten
Autorin: Emily Bold
Bewertung: 3.5 / 5
Danke an NetGalley und Amazon Publishing Deutschland für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches vorab der offiziellen Neuerscheinung.
Adam Reed, der berüchtigte Captain Blacksoul, sinnt nur auf eines: Rache an dem Mann zu nehmen, der ihn einst an Leib und Seele gezeichnet hat. Getrieben davon durchkreuzt er auf der Suche nach Vergeltung die Meere.
Als Josephine Legrand in Blacksouls Hände fällt, verspürt sie nichts als Angst.
Doch der unnahbare Pirat stürzt seine Gefangene schon bald in ein Meer der Gefühle, denn trotz ihrer Furcht weckt er eine Sehnsucht in ihr, die sie den Kampf um sein Herz aufnehmen lässt.
Wird es der Französin im Sog aus Leidenschaft und Verlangen gelingen, die Ketten um Blacksouls Herz zu sprengen und ihn die Schrecken der Vergangenheit vergessen zu lassen?
Wird sie die Liebe finden – in den Armen des Piraten?
Egal wie häufig Leser, Autoren und Buchblogger predigen, kein Genre zu verurteilen und allen eine faire Chance zu geben, jeder von uns hat mindestens ein Gebiet, dem er skeptisch gegenüber steht. Für mich sind das mitunter Historicals. Ich denke nicht, dass sich die Fangemeinde dieses Genres in zwei Extreme - alte, verbitterte Großmütter oder verträumte, naive Schulmädchen - unterteilt, wie es gerne dargestellt wird. Aber irgendwie herrscht in meinem Kopf das Voruteil, dass ein Buch wie das nächste ist. Klar, dass sagen die Leute von New Adult und Young Adult auch. Im Grunde liegt es eben am Autor, eine originelle Welt zu erschaffen und den Leser in seinen Bann zu ziehen.
Wie dem auch sei... Nachdem ich überraschenderweise meine Liebe zur englischen BBC-Serie Victoria entdeckt habe, dachte ich auch, dass es an der Zeit ist, meine Zweifel entweder zu bestätigen oder sie zu vernichten. Zugeben, ich habe in der Vergangenheit bereits einige historische Romane von Sylvia Day gelesen. Und ja, diese haben mir sehr gefallen, auch wenn es oftmals nicht einfach war, den verwirrenden Detektiv-Spielchen zu folgen. Als ich dann also In den Armen des Piraten auf NetGalley sah, dachte ich mir: "Wieso eigentlich nicht?!" Ich hatte bereits ein Buch der Autorin gelesen und war begeistert von ihrer Freundlichkeit auf Buchmessen. Ich wollte unbedingt mehr von ihr lesen.
Und oh, es war gut! Ich war überrascht, wie schnell der Plot voranschreitete, aber das war auch gut, denn so vertrödelte die Autorin keine Zeit mit unnützen Szenen, die der Handlung keinesfalls von Nöten waren. Stattdessen lernten wir Adam und Josephine bereits von Anfang an von ihren starken Seiten kennen. Das war im Gegensatz zu anderen Romanen, in denen die Frau zunächst die Hilfelose miemt, abwechslungsreich und gefiel mir ausgesprochen gut. Natürlich hat Adam und auch die Art, wie Emily Bold ihn darstellt, etwas Raues an sich. Sonst wäre er kein Pirat, das ist ganz klar. Aber es wirkte niemals gezwungen oder übertrieben. Man merkte, dass sich die Autorin in diesem Genre wie Zuhause fühlt. Alles wirkte so flüssig und gut durchdacht.
Josephine muss selbstverständlich gerettet werden, aber auf andere Art und Weise wie es die typischen Klassiker vielleicht vermuten lassen. Adam muss das auch, denn hinter seiner schroffen Fassade steckt so viel mehr. Und ja, als Leser gerät man ganz schön ins Schwärmen für ihn. Ich würde behaupten, das ich durchaus beabsichtigt.
Auch in diesem Roman - wie in den Historicals, die ich zuvor gelesen habe - verwirrten mich einige Dialoge, Machenschaften, Zusammenhänge und Personen sehr, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich nicht mehr mitkam. Am Ende ergab eben doch alles Sinn und ich bin sehr froh, einem weiteren historischen Roman eine Chance gegeben zu haben.
Titel: Dreizehn ist mein Glücksbringer
Originaltitel: Windfall
Autorin: Jennifer E. Smith
Bewertung: 3.5 - 4 / 5
Danke an NetGalley und HarperCollins Germany für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches vorab der Veröffentlichung.
Alice glaubt nicht an Glück, dazu ist in ihrem Leben schon viel zu viel Schlimmes passiert. Dennoch schenkt sie ihrem besten Freund Teddy, in den sie heimlich verliebt ist, zum Geburtstag einen Lottoschein. Und das Unglaubliche tritt ein – Teddy knackt den 140-Millionen-Jackpot! Was zuerst wie die Erfüllung aller Träume erscheint, verändert alles zwischen ihnen. Teddy droht durch den plötzlichen Geldregen abzuheben und ist nicht mehr der, dem Alice ihr Herz geschenkt hat. Bedeutet das unverhoffte Glück im Spiel für sie Pech in der Liebe?
Zugegeben, wer kommt schon auf die Idee, einen Roman über das Gewinnen eines Lotto-Jackpots zu schreiben? An sich klingt das Ganze auch eher uninteressant, aber dann macht Jennifer E. Smith einfach ein Jugendbuch daraus, denkt sich eine unglaublich tolle Geschichte aus und entwickelt liebevolle Charaktere, die man allesamt ins Herz schließt. Ich denke, das kann die Autorin sehr gut. Die Figuren all ihrer Romane lassen sich mit dem Wort "süß" sehr gut beschreiben. Und dabei ist es nicht negativ bewertet.
Es gibt immer mindestens einen Charakter, der mit einer schweren Vergangenheit zu kämpfen hat. Im Fall von Dreizehn ist mein Glücksbringer sind es beide Protagonisten - sowohl Alice als auch Teddy. Und sogar Alice' Cousin Leo hat es gegenwärtig nicht immer einfach. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei all zu kitschig zu werden oder gar den Leser zu überfordern, ist bereits eine hohe Kunst für sich. Und obwohl ihre Lebensgeschichten so verschieden sind, weiß man von der ersten Seite an, dass die drei als Gespann einfach perfekt für einander sind.
Teddy gewinnt Geld. Er gewinnt viel Geld. Das ausgetüftelte an der Sache ist, wie er gewinnt, bzw. warum und durch wen. In diesem Buch stecken so viele Details, die einen absolut beeindrucken, ich bin vollkommen hin und weg von der Idee, an die sich Jennifer E. Smith hier gesetzt hat. Und ja, natürlich passiert das, was jeder von uns ahnt: Es verändert Teddy ungemein. Auch wenn ein wesentlicher Bestandteil des Romans ist, dass Alice unglücklich über Teddys charakterliche Veränderung ist, es ist nicht so, als würde ihr Leben stehen bleiben und in ihrem Liebeskummer versinken. Das gefiel mir besonders gut. Sie liebt Teddy wirklich, aber ihr Leben geht weiter, weshalb das Lesen niemals langweilig wird.
Die Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit macht den Zauber dieser Geschichte aus. Von 100 gelesenen Büchern gibt es vielleicht insgesamt 5, aus denen ich Passagen rausschreibe oder in denen ich Passagen markiere. In diesem Fall hat es ein Witz auf meine Liste geschafft und ich war begeistert, wie mich dieses Buch dadurch zum Strahlen gebracht hat. An anderen Stellen war ich wütend und ja, am Anfang auch etwas skeptisch, da sich einigen Szenen doch sehr in die Länge zogen. Doch im Großen und Ganzen fand ich Dreizehn ist mein Glücksbringer wirklich sehr gelungen, was ich vielleicht gar nicht erwartet hatte.
Titel: Hot English - verboten wild (English #02)
Originaltitel: Filthy English
Autorin: Ilsa Madden-Mills
Bewertung: 4/5
Danke an NetGalley und Danke an NetGalley und LYX für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches vorab der Veröffentlichung.
Bewaffnet mit einer Flasche Tequila stürzt sich Studentin Remi ins Londoner Nachtleben, um ihren Liebesfrust zu vergessen. Dabei trifft sie ausgerechnet auf Dax. Auch dieser britische Bad Boy hat ihr vor Jahren das Herz gebrochen. Seither macht sie immer einen Bogen um ihn. Denn ein Typ wie er ist einfach zu sexy. Zu gefährlich. Zu viel von allem. Nur will ihr Körper das dummerweise in dieser wilden Partynacht nicht hören. Das Resultat: ein höllischer Kater und ein nackter Dax neben ihr…
Nach Dirty English - verboten heiß hatte ich geglaubt, ein neues Lieblingsbuch von Ilsa Madden-Mills gefunden zu haben. Und ja, es war unfassbar gut, aber Hot English - verboten wild hat es getoppt. Absolut und ohne Zweifel! Ich muss gestehen, bevor ich es tatsächlich angefangen habe, habe ich Wochen zuvor willkürlich zu ein paar Seiten geblättert und ein wenig gelesen. Und zu diesem Zeitpunkt - wahrscheinlich weil alles total aus dem Kontext passierte und ich keine Ahnung von der Handlung hatte - war ich enttäuscht. Weshalb ich meinen tatsächlichen Lesestart Ewigkeiten hinausgezögert habe. Und ja, ich bereue es etwas, aber vielleicht sollte alles so kommen, wie es kam.
So gerne ich mich auch im Jugendbuchbereich aufhalte, brauche ich ab und zu doch etwas Erwachseneres. Und dann greife ich gerne auf New Adult zurück, ein Genre, das gerne zerrissen wird, in Wahrheit aber unglaubliche Verkaufszahlen aufweisen kann. Es gibt einige große Namen unter den Autorinnen, und leider gehört Ilsa Madden-Mills im deutschsprachigen Raum (noch) nicht wirklich dazu. Sollte sie aber, definitiv! Ihre Charaktere sind in jedem Buch sehr gut ausgetüftelt und es wird niemals zu viel Kitsch oder Klischee bedient. Die Probleme und die letztendlichen Wandlungen, die ihre erfundenen Protagonisten durchmachen, sind größtenteils wirklich herzergreifend, egal wie viel Humor und Sexyness sich hinter den Geschichten eigentlich verbirgt.
Oh my, ich mutiere zum echten Fangirl. Aber kennt ihr das, wenn man ein Buch aufschlägt, es liest und merkt, es ist genau das perfekte Buch für einen, zum perfekten Zeitpunkt?! Und genau so erging es mir mit Hot English - verboten wild. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte es mir sicherlich auch zugesagt, aber es traf mich vollkommen unvorbereitet und das macht die ganze Sache so toll.
Remi und Dax sind beides echte Charaktere, in die man sich sofort verliebt. In der nächsten Szenen möchte man beide gerne vermöbeln und ihnen dann einen Schubs in die richtige Richtung geben. Remi wurde gerade von ihrem Verlobten verlassen und trifft dann auf Dax, mit dem sie einige Jahre zuvor bereits eine sehr kurze "Affäre" hatte. Die Flashbacks fand ich unglaublich toll, denn sie erinnerten mich sehr an eine meiner Lieblingsserien, Greek. Ich stellte mir vor, das gesamte Buch würde in dieser Welt spielen. Der Abend, an dem die beiden sich zum ersten Mal nach ewiger Zeit wiedersehen, zieht sich sehr lange hinaus, das gebe ich zu. Aber es wirkt niemals gezogen, genau das ist das Tolle. Dieser Teil der Story passt einfach und liest sich - wie der Rest auch - sehr flüssig.
Aber natürlich ist es nicht so, dass Remi und Dax aufeinander treffen und sofort ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und auf dem Weg zum möglichen Happy End ging mir Remi mehr als einmal gewaltig auf den Keks mit ihren vermeintlichen Ausreden, wieso ihr Verlobter nicht doch noch eine zweite Chance bekommen sollte. So wie er beschrieben wurde, tat er mir manchmal beinahe schon leid. Aber nur beinahe. Gegen Dax kam er einfach nicht an, so leicht ist die Sache. Zugegeben, Dax und sein Zwillingsbruder Declan aus Teil 1 der Reihe, unterscheiden sich nicht komplett voneinander. Ihre Vergangenheit ist dieselbe, beiden quälen die selben Geister, dennoch war es interessant, zu vergleichen, wie beide mit ihrem Verlust, ihrer Trauer und auch ihrer Wut umgehen.
Wer also ein wenig Abstand von jungen Mädchen in Nöten sucht, ist bei Ilsa Madden-Mills' Büchern sehr gut aufgehoben. Remi und Dax sind beides unglaublich starke (und sture) Charaktere, die es einem nicht einfach machen, seine Gefühle im Zaun zu halten, man sie trotzdem einfach faszinierend findet.
Titel: Die letzte erste Nacht (Firsts #03)
Autorin: Bianca Iosivoni
Bewertung: 4/5
Danke an NetGalley und LYX für das digitale Rezensionsexemplar dieses Buches.
Eine einzige Nacht kann dein Leben verändern ...
Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen - das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze zu wiederholen. Doch für die beiden ist es unmöglich, die Anziehungskraft, die seit dem ersten Tag am College zwischen ihnen herrscht, noch länger zu ignorieren. Dabei kann Trevor auf keinen Fall zulassen, erneut bei Tate schwach zu werden. Zu nah kommt die junge Studentin seinem dunkelsten Geheimnis: Denn während sie versucht, herauszufinden, warum ihr Bruder starb, setzt er alles daran, die Antwort auf diese Frage für immer vor ihr zu verbergen ...
Mit jedem Buch, das ich von Bianca Iosivoni lese, verfalle ich ihren Geschichten mehr und mehr. Nachdem ich Tate und Trevor bereits in Teil 1 & 2 kennenlernte - zumindest stückchenweise - war ich äußerst gespannt auf ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Buch. Und ich wurde keineswegs enttäuscht. Obwohl ich zu Anfang etwas stutzig war - die Story der beiden beginnt nicht bei Null. Kein erstes Kennenlernen, kein vorsichtiges Herantasten. Natürlich macht das alles Sinn, wenn man den Zeitraum der anderen beiden First-Bücher bedenkt, aber es war mir doch etwas fremd. Trotzdem freundete ich mich mit dem Gedanken an, dass Frau Iosivoni Tate und Trevor an einem anderen Punkt beginnen ließ, als vielleicht andere Paare.
Beide Charaktere hatten bisher ein nicht gerade einfaches Leben, wobei ich das Gefühl hatte, Tate hatte es besonders schwer. Das soll kein Wettkampf werden, um Gottes Willen, aber letztendlich schien mir Trevors Hintergrund, sich mit dem von Tate zu decken, damit die beiden harmonierten, wie sie es taten. Oder besser gesagt taten sie es in vielerlei Hinsicht eigentlich nicht - deshalb auch ihr Spitzname TNT. Derart kreativ muss man erstmal sein, also Hut ab davor! Und wo wir gerade bei Kreativität sind, finde ich es unglaublich toll, wenn man beim Lesen einer Reihe als Leser merkt, wie glücklich der Autor während dieser "Heimkehr" war. Wie viel Bianca Iosivoni an ihren Charakteren liegt, merkt man mit jedem einzelnen Satz.
Tate und Trevor sind - was Iosivonis Bücher betrifft - definitiv mein neues Lieblingspaar. Und dabei gab es etliche Momente, in den mir Tate unglaublich auf die Nerven ging. Ihre Sturköpfigkeit und zickige Art machten sie mir nicht besonders sympathisch. Es dauerte tatsächlich eine ganze Weile, bis ich mit ihr warm wurde und nicht ausschließlich mit Trevor sympathisierte. Besonders gefreut habe ich mich über den Szenenstandort Bibliothek. Für die beiden Charaktere als unglaublich ehrgeizige Menschen hatte dieser Ort etwas ganz eigenes und es war wirklich schön, darüber zu lesen, wie sie in diesem Umfeld agierten - miteinander aber auch ohne. Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein absoluter Bibliotheksliebhaber.
Normalerweise halten sich in den meisten Romanen die glücklichen Momente und die Dramen die Waage. Im Nachhinein betrachtet würde ich fast behaupten, dass Die letzte erste Nacht viel mehr Tiefs zu bieten hat als gewohnt. Man muss also schon bereit sein, als Leser zu leiden und die Charaktere dabei zu begleiten, sich selbst zu finden und auch Heilung. Oh, mir hat der Roman so unglaublich gut gefallen und alles, was er ausdrückt und bedeutet. Egal, wie sehr ich mich auf den finalen Teil - Der letzte erste Song - freue, TNT sind nicht zu toppen. Das weiß ich bereits jetzt.